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Die neue Fotoausstellung wird ab 27.11.2017 in der Arztpraxis der Dipl. Med. Karin Pohlers in Rositz präsentiert.

Vorsitzende des Partnervereins aus Kenia zu Gast in Altenburg

Es war ein Pressegespräch der besonderen Art, zu der der Altenburger Verein „Education4Kenya“ am 18. April 2008 geladen hatte.

Außer Mitgliedern und ausgewählten Paten des Vereins sowie Pressevertretern konnte an diesem Tag erstmals die Vorsitzende des kenianischen Partnerverein „Elimu ya Kenya“, Lilian Musungu, in der Skatstadt begrüßt werden. Dem Altenburger Vereinsvorsitzenden Gunter Nehrig war es gelungen, Lilian Musungu im Rahmen ihres Aufenthaltes in Frankreich auch nach Altenburg einzuladen.

Neben der Auswertung der Arbeit beider Vereine standen vor allem die Erlebnisse der letzten Reise im Januar 2008 in Mombasa sowie künftige Zielsetzungen auf dem Programm. Der Vereinsvorsitzende Gunter Nehrig berichtet dabei, dass die letzte Reise aufgrund der politischen Ereignisse durch die Präsidentenwahl mit allerhand Schwierigkeiten und Hindernissen verbunden war. Geschlossene Geschäfte, Banken und Schulen, fehlendes Benzin an den Tankstellen, Demonstrationen und Straßensperrungen führten dazu, dass der Aufenthalt für die fünf Mitglieder des Altenburger Vereines unter sehr riskanten Umständen stattfand und darüber hinaus 14 Tage länger als geplant stattfinden musste. Ziel der Reise war diesmal, die Verlängerung der Patenschaften zu unterzeichnen und die entsprechenden Gelder zu überbringen. Aufgrund der Kämpfe zwischen den verschiedenen Stämmen waren jedoch viele Familien aus Angst in Nachbarländer geflüchtet, darunter auch sechs Familien, deren Kinder bislang über den Verein „Education4Kenya“ ein Schulbesuch ermöglich wurde. Trotz der Unruhen gelang es den Vereinsmitgliedern, mit über 80 Familien die Verlängerung der Schulverträge abzuschließen. „Das zeugt von einem ungeheuren Vertrauensbeweis unseres Vereines in Kenia“, sagte der Vereinsvorsitzende Gunter Nehrig. Zum Vor-Ort-Team der Januarreise gehörte auch Familie Lehmann aus Zwickau, die eine ganz besondere Überraschung für die Kinder vorbereitet hatte. Das fünfköpfige Team aus Deutschland kochte für 60 Kinder der Tumaini Junior School ein Mittagessen. Zutaten für ca. 65 Euro darunter 6 Kg Reis, 8 kg Ziegenfleisch, 1 Kanister Öl, 1 Kanister Fruchtsaft, 3 Kanister Wasser, viel Gemüse und viele Päckchen Kekse reichten aus, damit sich die kenianischen Jungen und Mädchen gleich an zwei Tagen mal so richtig satt essen konnten.

Nach dem kurzen Bericht bekam die Vorsitzende des kenianischen Partnerverein „Elimu ya Kenya“, Lilian Musungu, Gelegenheit, über die Arbeit in Mombasa zu informieren. Dabei teilte sie u. a. mit, dass der Partnerverein „Elimu ya Kenya“ in Kürze seine kenianische Gründungsurkunde erhalten wird. „Es war ein langwieriger und sehr umständlicher Prozess, der nach der Eintragung ins Vereinsregister uns die Arbeit in den Schulen wesentlich erleichtern wird.“ Weiter sagte sie: „Wir sind sehr froh, über die Arbeit des deutschen Vereines „Education4Kenya“.“ Gleichzeitig nutzte sie die Gelegenheit um allen Paten, Mitgliedern und Unterstützern auch im Namen der Kinder und Schulen zu danken. „Wir wissen sehr zu schätzen, was sie tun“, sagte Lilian Musungu.

Im Anschluss daran wurden durch den Vereinsvorsitzenden Gunter Nehrig noch die neuesten Projekte von „Education4Kenya“ vorgestellt. So ist es durch einen intensiven Kontakt des Vereines zu Mitteldeutschen Hochschulen gelungen, dass seit Mitte April zwei deutsche Studenten, darunter die Altenburgerin Klaudia Greger, an zwei der sieben Partnerschulen des Vereines „Education4Kenya“ in Mombasa im Einsatz sind. Im Rahmen ihres sechsmonatigen Auslandspraktikums vermitteln sie den Kindern Grundkenntnisse der deutschen Sprache sowie die soziale Struktur in Europa und Deutschland.

Weitere ehrgeizige Ziele will der Verein vor allem mit Schülerinnen und Schülern aus dem Altenburger Land realisieren. So bereiten die Regelschüler aus Nöbdenitz eine Wissensolympiade zwischen kenianischen und deutschen Schülern vor. Ein weiteres Projekt unter dem Motto: „Hilfe zur Selbsthilfe“ soll der kenianischen Bevölkerung helfen, ihr bislang größtes Problem – die Hungersnot – zu lindern. Seit Ende 2007 arbeiten Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Klassen des Veit-Ludwig-von-Seckendorff Gymnasiums in Meuselwitz im Rahmen ihrer Seminarfacharbeit an der Realisierung eines Schulgartenprojektes in Mombasa. Derzeit sind sie mit der Entwicklung eines Projektplanes beschäftigt, der später in die englische Sprache übersetzt wird. Trotz regenarmer Perioden, abwechselnd mit regenreichen Monaten und extremer Hitze wollen sie zeigen, dass die Betreibung einer 3-Felder -Wirtschaft möglich ist. Dabei haben sich die Schüler bereits mit den Wetter- und Vor-Ort-Bedingungen im Land auseinander gesetzt. Denkbar ist dabei der Anbau von Kartoffeln, Mais und Bohnen. Sehr langwierig und schwerfällig stellte sich noch die Suche nach einem Grundstück dafür heraus. Die Vorsitzende des kenianischen Partnerverein „Elimu ya Kenya“, Lilian Musungu ist hier guter Hoffnung, dass es bis Ende Mai gelingen wird, Grund und Boden zu finden.
Doch nicht nur Positives konnten die beiden Vereinsvorsitzenden während des Pressegespräches vermelden. So erhielt der Altenburger Verein erst vor wenigen Tagen ein „S.O.S.“ aus der Partnerschule „Marvel Junior Academy“ in Kiembeni. Die kenianischen Gesundheitsbehörden registrierten im dortigen Schulgebäude das Fehlen von zwei Toiletten. Sollte dieser Mangel nicht bis 15. Mai behoben werden, muss mit der Schließung der gesamten Schule gerechnet werden. Die Kosten der Investition belaufen sich auf ca. 300 Euro und können von der Bildungsstätte selbst innerhalb so kurzer Zeit unmöglich aufgebracht werden. Aus diesem Grund wird der Altenburger Verein in den nächsten Wochen gemeinsam mit den Paten nach Lösungen suchen, um für die Kinder, darunter 17 Patenkinder von „Education4Kenya“, die Schließung zu verhindern. Außerdem macht sich in diesem Jahr aufgrund der enorm gestiegenen Lebenshaltungskosten in Kenia auch eine geringe Erhöhung des Schulgeldes für die kenianischen Kinder erforderlich. Während die Paten aus dem Altenburger Land bislang den jährlichen Schulbesuch mit jährlich 75 Euro finanziert haben, werden jetzt 85 Euro pro Jahr und Kind notwendig.

Foto : In Vertretung des Landrates übergab die ehrenamtliche Beigeordnete Christine Arndt, die zugleich die Patenvertreterin für die CDU-Kreistagsfraktion ist, der Vorsitzenden des kenianischen Partnerverein „Elimu ya Kenya“, Lilian Musungu, als Erinnerung eine Präsentbox des Altenburger Landes

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