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Die neue Fotoausstellung findet bis 20.11.2017 im Ratssaal des Schmöllner Rathauses statt.

aliyah kemonto

Nachdem im Januar eine größere Delegation vom Verein „Education4Kenya“ Mombasa besucht hat, war ich vom 24.04. – 02.05.2007 allein zu einem Arbeitsbesuch in Kenia.
Ziel der Reise war die Vorbereitung des zweiten Terms (Mai-Juli), sowie die Übergabe der dazu erforderlichen finanziellen Mittel. Gleichzeitig musste überprüft werden, wie unsere Patengelder im ersten Term (Januar-März) eingesetzt wurden und ob alle Patenkinder die Schule besucht haben.
Zu diesem Zweck habe ich die Tumaini Junior School, die Pearlsworth School und die Marvel Junior Academy besucht. In diese drei Schulen gehen insgesamt 77 Patenkinder.
In der Tumaini Junior School habe ich an vier Tagen Gespräche mit Ms. Violet, den Lehrern und Elternvertretern geführt. Des weiteren habe ich die Kassenbücher geprüft.
Die vom Verein „Education4Kenya“ zur Verfügung gestellten Mittel wurden ordnungs-gemäß verwendet. Dies trifft auch auf die beiden anderen Schulen zu. Alle Kinder besuchen regelmäßig die Schulen. In der Pearlsworth School habe ich mit Mr. Katan an zwei Terminen u. a. fünf neue Kinder und deren Personalien in unser Projekt aufgenommen. Bis auf Michael Gicheru, der schon länger krank ist, aber zum zweiten Term wieder kommen wird, gibt es hier keine Probleme.
An der Marvel Junior Academy habe ich mich ebenfalls an zwei Tagen mit Ms. Victoria sowie Elternvertretern unterhalten, dabei wurden drei neue Kinder ins Projekt aufgenommen.
Gegenwärtig finden an der Schule Verschönerungs- und Erweiterungsarbeiten statt, an denen auch die Direktorin der Schule mitarbeitet.
Alle drei Direktoren der Schulen freuen sich, dass der Kontakt zwischen dem Verein „Education4Kenya“ und den Patenschulen stabil ist und unser Projekt aus jetziger Sicht eine dauerhafte Hilfe für die geförderten Kinder darstellt.

Ein Treffen mit unserer Anwältin Ms Karsmann musste leider abgesagt werden, da sie krank war. Daher gibt es auch z. Z. keine neuen Informationen zur Registrierung unseres Vereins in Kenia. Wir gehen aber nach wie vor davon aus, dass dies bis zum Sommer erfolgt ist.
Unser Projektteam vor Ort (Ms Lilian und Ms Delilah) haben gute Arbeit geleistet und von Januar bis jetzt ständig Kontakt zu den Schulen gehalten.
Eine Neuigkeit möchte ich aber nicht verschweigen, Ms Lilien ist schwanger und wird Ende Mai ihr Baby zur Welt bringen.

Insgesamt sind die Verhältnisse in Kenia z. Z. schwierig. Die anstehenden Präsidentschafts-wahlen Ende des Jahres bewirken in Mombasa gegenwärtig Erstaunliches, es wurden Straßen repariert und den Staatsbediensteten sind erhebliche Lohnsteigerungen versprochen worden (teilweise bis zu 100 %). Gleichzeitig wird die Privatwirtschaft mit höheren Abgaben belastet.
Alle meine Gesprächspartner hoffen, dass die Wahl ruhig und friedlich ablaufen wird.
In letzter Zeit ist auch ein starker Preisanstieg in Mombasa zu beobachten. Die Lebenshaltungs-kosten der Kenianer sind wesentlich gestiegen, was sich nicht zuletzt auch auf unsere Paten-schaftsgelder auswirken kann.

Zum Schluss noch zwei persönliche Erlebnisse. In Mombasa ist zur Zeit Regenzeit. Nicht das es den ganzen Tag regnet, aber wenn, dann richtig. Ich bin gleich am zweiten Tag mit meinem Mietwagen im Schlamm stecken geblieben und wäre ohne Hilfe nicht mehr weitergekommen.
Die Regenzeit beeinflusst die Beweglichkeit in Mombasa erheblich. Manchmal ist es einfach besser 4 bis 5 Stunden zu warten bis das Wasser eingesickert und abgeflossen ist.
Schließlich wollte mich beim Halten an der Kreuzung in Mombasa ein Polizist wegen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung verhaften.
Ich habe aber schnell mitbekommen, dass er Hunger hat und nur Geld wollte. Gegen eine kleine Ablastzahlung konnte ich schließlich weiterfahren.
Ähnliche Erlebnisse haben mir schon andere Europäer geschildert.
In Kenia geht es insgesamt sehr korrupt zu. Die Demokratie muss erst laufen lernen (Pole, Pole = langsam, langsam).

Insgesamt war es wieder eine arbeitsreiche, erlebnisreiche, aber vor allem eine erfolgreiche Arbeitswoche in Mombasa.

Gunter Nehrig

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