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Die neue Fotoausstellung wird ab 27.11.2017 in der Arztpraxis der Dipl. Med. Karin Pohlers in Rositz präsentiert.

Seit Freitagabend (6.09.2013) verweilte Juliana Oyiko in Klettbach. Über die kommende anstrengende und aufregende Woche möchten wir hier berichten. Für  Juliana war es der erste Flug und der erste Aufenthalt im Ausland.

Juliana besucht KlettbachSamstag und Sonntag Sightseeing im Thüringer Wald, mit Wartburgbesuch, Rennsteigtunnel und vielen anderen Sehenswürdigkeiten. Ihre Neugierde bezog sich nicht nur auf Land und Leute, sondern auch auf das gute deutsche Essen. Es gab nichts, was sie nicht ausprobiert hat – bishin zur Thüringer Bratwurst. Am Montag, dem 9.09.2013, besuchte sie das katholische Edith-Stein-Gymnasium in Erfurt. Dort nahm sie am Unterricht teilgenommen und sich mit den Schülern ausgetauscht. Sie führte interessante Gespräche mit der Lehrerschaft, mit dem Direktor der Schule und vielen Schülern. Am Abend trafen sich einige Patenfamilien bei uns zu Hause zu einem langen, interessanten Erfahrungsaustausch. Dienstag besuchte sie die Christian-Reichardt-Grundschule. Nach einem Gespräch mit dem Direktor nahm sie auch hier am Unterricht einer dritten Klasse teil und führte Gespräche mit den jüngeren Schülern, die viele persönlichen Fragen an Juliana stellten, welche diese gar nicht erwartet hätte. Besonders erstaunt war sie, als ein Drittklässler sie fragte, wie es möglich sei, dass man ein Kind hat, aber keinen Mann. Ich glaube, solche Fragen würden kenianische Kinder wohl eher nicht stellen. Am Mittwoch, dem 11.09.2013 wurde sie bereits um 7:30 zu einem kurzen Gespräch mit dem stellvertretenden Direktor des Bad Berkaer Marie-Curie-Gymnasiums geleitet. Danach nahm sie an einer Geografiestunde teil, in der das Land Kenia in englischer Sprache behandelt wurde.  Anschließend stellte die Ethiklehrerin zwei Unterrichtsstunden zur Verfügung, in der ca. 30 Schüler Juliana mit einem gemeinsamen Frühstück in der Schule überraschten. Sie hatten alle viele Lebensmittel mitgebracht und waren bemüht, Juliana viele verschiedene, für sie unbekannte, Nahrungsmittel anzubieten, sodass es ein sehr schöner, wenn auch anstrengender Teil des Besuches in der Schule war. Mehrere Schüler stellten die Schule und den Ort Bad Berka in englischer Sprache vor. Danach hielt ich einen halbstündigen Vortrag mit Bildern über unsere Arbeit in Kenia. Zum Schluss stellten die Schüler dieser 9. Klasse viele Fragen zu der Thematik, aber auch zum allgemeinen Leben in Kenia. Anschließend nahmen wir noch an einer Deutschstunde teil, in der es um ein anspruchsvolles grammatisches Thema ging. Da aber Juliana in dieser Stunde anwesend war, führte die Deutschlehrerin diese Stunde in englischer Sprache durch. Es war für alle Beteiligten ein wunderschönes Erlebnis und vier Teilnehmer wollten sogleich einen Aufnahmeantrag als Pate. Die Lehrerschaft meinte anschließend, es wäre ein großes Glück gewesen, dass Juliana diese Schule besucht hat. Am Abend wurde sie von einer Patenfamilie erneut nach Erfurt eingeladen zum Abendessen. Sehr verwundert war Juliana, dass eine deutsche Frau nach draußen zum Rauchen geht, ohne dafür ihren Mann um Erlaubnis zu fragen.

Juliana mit René Enders und Christina VogelAm Donnerstag besuchte sie die Frauenarztpraxis meiner Frau in Weimar. Hier war sie erstaunt, was für Technik hier zum Einsatz kommt und wie intensiv schwangere Frauen in Deutschland betreut werden.  Anschließend besuchte sie die Weimarer Familientagesstätte in der Trägerschaft des SOS Kinderdorfes Deutschland. Die Sozialarbeiter luden uns zum Kaffe ein und stellten uns ihr Projekt vor. Es befindet sich in einer Weimarer Altstadtvilla und das Hauptaugenmerkt ist es, Eltern und ihre Kinder unter fachkundlicher Anleitung als Tagesstätte zu betreuen. Der Höhepunkt für Juliana war an diesem Tag ein Mutter-Kind-Raum, in dem zehn Elternpaare ihre Säuglinge betreuten. Da Juliana zuvor noch nie ein weißes Baby gesehen hatte, stürzte sie sich sogleich auf die kleinen Säuglinge, ähnlich wie es so manchem von uns mit kleinen afrikanischen Kindern ergeht. Am Freitag 8:00 besuchte sie das Erfurter Sportgymnasium Pierre-de-Coubertin. Im Anschluss durfte sie die Sportstätten des Olympiastützpunktes besuchen. Besonders beeindruckte sie, mit welcher Disziplin bereits die Kleinen Schüler ab 10 Jahren Leistungssport ausüben, um vielleicht später einmal ganz oben auf der Siegertreppe bei den Olympischen Spielen zu stehen. Für alle Sportarten gibt es hier hervorragende Trainingsmöglichkeiten und Ausstattungen. Anschließend führten uns im Olympiastützpunkt angestellte Paten durch die Sportstätten des Stadions und der Gunda-Niemann-Stirnemann-Eislaufhalle. Mit dem Trainer des Erfurter Eishockeyclubs Black Dragons wagte sich Juliana auch auf die Eisfläche. Da zur Zeit mit den Eismaschinen Schnee und Eis produziert werden, konnte sie zum ersten Mal Schnee anfassen. Der Höhepunkt dieses Besuches war die Anwesenheit zweier Olympischer Goldmedaillengewinner Christiane Vogel (Eisschnelllauf), sowie René Enders (Radsport), denen sie beim Training zuschauen durfte und am Ende sogar ein Gruppenfoto mit den Weltklasse-Sportlern erhielt.  Im Anschluss besuchte sie den Thüringer Landtag, wo sie sich im großen Sitzungssaal auf dem Sitzplatz der Thüringer Landtagspräsidentin, im Hintergrund die deutsche Fahne, fotografieren ließ. Es war eine sehr interessante Woche für Juliana mit vielen Informationen, die sie sicherlich erst zu Hause wird verarbeiten können. Aber es war auch eine sehr anstrengende Woche, doch so war es ja auch ein wenig gewollt. Den Abschluss dieser Woche bildet eine Reise mit der Familie des Patens Dr. Eger nach Berlin.

Gerd Keßler,

Education4Kenya

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